Um circa 16.30 deutscher Zeit kamen wir am Airport in Varna an, welcher anfänglich wie ein Bauwerk aus alt sowjetischer Zeit daherkam. Kurz darauf holten wir unsere lieblos aufs Band geworfenen Koffer ab und fuhren mit einem noch älteren klapprigen Bus circa 35 Minuten bis zu unserem Urlaubsziel in Albena. Wir fuhren allerhand Hotels an, die oftmals von außen wirkten wie Jugendherbergen, spätestens hier sollte uns klar sein, dass überhöhte Erwartungen an dieses, in meinen Augen, recht rückständige Land nicht unbedingt angebracht waren.
Unser Hotel "Kompass" (3 Sterne) erreichten wir wenig später. Die Lage war auf den ersten Blick optimal, zumal man im Prospekt nur 500 Meter bis zum sonnigen Strand offerierte. In Wirklichkeit befanden wir uns aber etwas abgelegen von den Touristenstraßen an einem größeren Hang, der gut bewachsen war und so viel Schatten in der Mittagssonne bot.


Unser Zimmer dagegen war in Ordnung, schön eingerichtet und mit einer Klimaanlage ausgestattet, die uns noch einige Male vor der brütenden Hitze schützen sollte. Einziges Manko war die klemmende Tür, die bei jedem Öffnen halb eingetreten werden musste. Als Schlüssel dienten spezielle Karten, mit denen die Zimmer geöffnet werden. Das Badezimmer war recht beschaulich und die Dusche wollte anfangs nicht wirklich ablaufen, jedoch war alles sehr sauber übergeben worden, selbst einen Duschvorhang fand man vor. Auf den Spa- und Saunebereich inklusive Dampfdusche mussten wir leider verzichten, den sollte man später aber in der Stadt Albena durchaus vorfinden. Der Duschkopf war zwar teilweise verkalt, daher war der daraus kommende Wasserstrahl nicht wirklich die Wucht.
Die in Deutschland teuer erstandenen FlipFlops fanden so in der Dusche Anwendung. Der Fernseher dagegen war scheinbar aus kaiserlichen Zeiten und die Fernbedienung (Remote Control) wollte aufgrund fehlender Batterien nicht funktionieren. Heimische Sender konnten nur begrenzt empfangen werden, darunter MTV, EuroSport, ZDF und RTL, was aber nicht weiter tragisch war, da ohnehin wenig Fernsehen geschaut wurde. Die Lieblingskanäle, wie DMAX, n24 oder Phönix mussten so 2 Wochen warten.


Wieder im Hotelzimmer holte uns schnell die Nacht ein die Strapazen des Fluges und der vorherigen kurzen Nacht zeigten ihre Konsequenzen.