Urlaub machen in Albena – Ferienoase in Bulgarien
Hotel in Albena
Strand Albenas

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Albena – Anreisetag

Unter prasselndem Regen hob um Punkt 14.34 Uhr am heutigen Tag unser Flugzeug der Bulgarian Airways (VIA) von Berlin – Schönefeld gen Richtung Varna ab. Die Einweisungen erfolgten nicht, wie üblich, per Videofilm auf den integrierten Screens, sondern direkt über das Boardpersonal höchstpersönlich, wie man es sonst nur aus Comedy – Streifen gewöhnt war, schon etwas komisch es so live mitzuerleben. Der Flug verlief einigermaßen ruhig und ohne viel Turbulenzen. Das nach circa 30 Minuten kredenzte Essen bestand aus einem Baguette mit Wurst und Käse, nicht gerade die hohe Küche, aber all zu hohe Erwartungen sollte man ohnehin nicht stellen, da diese nur all zu schnell enttäuscht werden, wie es sich auch noch herausstellen sollte.
Um circa 16.30 deutscher Zeit kamen wir am Airport in Varna an, welcher anfänglich wie ein Bauwerk aus alt sowjetischer Zeit daherkam. Kurz darauf holten wir unsere lieblos aufs Band geworfenen Koffer ab und fuhren mit einem noch älteren klapprigen Bus circa 35 Minuten bis zu unserem Urlaubsziel in Albena. Wir fuhren allerhand Hotels an, die oftmals von außen wirkten wie Jugendherbergen, spätestens hier sollte uns klar sein, dass überhöhte Erwartungen an dieses, in meinen Augen, recht rückständige Land nicht unbedingt angebracht waren.

Unser Hotel "Kompass" (3 Sterne) erreichten wir wenig später. Die Lage war auf den ersten Blick optimal, zumal man im Prospekt nur 500 Meter bis zum sonnigen Strand offerierte. In Wirklichkeit befanden wir uns aber etwas abgelegen von den Touristenstraßen an einem größeren Hang, der gut bewachsen war und so viel Schatten in der Mittagssonne bot.

Hotel Kompass AlbenaBlick auf die Fassade des Hotels Kompass in Albena

Die Hotelanlage ließ dagegen in einigen Punkten auf den ersten Blick zu wünschen übrig, wobei sich einige auch erhärten sollten. Wie auch schon der Flughafen in Varna, schien das Gebäude aus alt sowjetischer Zeit zu stammen. Der ganze Badeort Albena schien in den 70iger Jahren aufgebaut worden zu sein und seitdem hat sich scheinbar an den meisten Hotelfassaden nichts mehr geändert. Die Eingangshalle mit integrierter Bar des Hotels wirkte ebenfalls so, als wenn man jahrelang nichts daran getan hätte.
Unser Zimmer dagegen war in Ordnung, schön eingerichtet und mit einer Klimaanlage ausgestattet, die uns noch einige Male vor der brütenden Hitze schützen sollte. Einziges Manko war die klemmende Tür, die bei jedem Öffnen halb eingetreten werden musste. Als Schlüssel dienten spezielle Karten, mit denen die Zimmer geöffnet werden. Das Badezimmer war recht beschaulich und die Dusche wollte anfangs nicht wirklich ablaufen, jedoch war alles sehr sauber übergeben worden, selbst einen Duschvorhang fand man vor. Auf den Spa- und Saunebereich inklusive Dampfdusche mussten wir leider verzichten, den sollte man später aber in der Stadt Albena durchaus vorfinden. Der Duschkopf war zwar teilweise verkalt, daher war der daraus kommende Wasserstrahl nicht wirklich die Wucht.
Die in Deutschland teuer erstandenen Flip–Flops fanden so in der Dusche Anwendung. Der Fernseher dagegen war scheinbar aus kaiserlichen Zeiten und die Fernbedienung (Remote Control) wollte aufgrund fehlender Batterien nicht funktionieren. Heimische Sender konnten nur begrenzt empfangen werden, darunter MTV, EuroSport, ZDF und RTL, was aber nicht weiter tragisch war, da ohnehin wenig Fernsehen geschaut wurde. Die Lieblingskanäle, wie DMAX, n24 oder Phönix mussten so 2 Wochen warten.

Lounge in der Eingangshalle vom Kompass HotelBlick in die Zimmerausstattung im Hotel Kompass

Das abendliche All Inclusive Buffet hatte man sich ebenfalls anders vorgestellt. Trotz der Reichhaltigkeit war es anfangs gewöhnungsbedürftig und sehr eigen und ich vermisste heimische Qualität. Der kleine erste Abstecher an den weißen Strand des schwarzen Meeres machte das jedoch alles wieder wett. Angenehme 20 ° C warme Wellen schlängelten sich um unsere Füße. Auch der folgende Spaziergang in den Straßen Albenas, welche die unzähligen Hotelanlagen zäunten, war es wert. Die Mannigfaltigkeit der verschiedenen Stände und Läden gab dem Ganzen einen jahrmarktähnlichen Flair. In Restaurants sangen Live–Interpreten und gaben Klassiker zum Besten und Künstler schufen anhand von Fotos schwarz–weiße, bunte, gebrushte oder ölgemalte Meisterwerke.

Wieder im Hotelzimmer holte uns schnell die Nacht ein – die Strapazen des Fluges und der vorherigen kurzen Nacht zeigten ihre Konsequenzen.

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